Warum schneiden?
Der Baum wächst auch ohne Schnitt, aber der ungeschnittene Baum trägt erst spät nur wenige Früchte, die zudem aufgrund der vielen Blattmasse auch noch klein bleiben. Ziel eines naturgemässen Obstbaumschnittes ist es ein Gleichgewicht zwischen Triebwachstum und Ertrag herzustellen.
Der kontrollierte Schnitt sorgt dafür, dass der Ertrag mit großen Früchten schon im Jugendstadium des Baumes einsetzen kann.
Hierzu sollte jedem Ast eine klare Funktion zugeordnet sein.
Die Kronenbildung übernehmen nur 3 Leitäste. Dies ist wichtig um eine ausreichende Belichtung herzustellen.
Von den Leitästen gehen die Seitenäste als Träger für das Fruchtholz aus.
Der Wurzelteil des veredelten Baumes wird als Unterlage bezeichnet. Die Unterlage ist eine Wuchsbremse. Ihre Art entscheidet über die künftige Baumhöhe, das Triebwachstum und den Ertrag. Wichtig ist, dass die Veredelungsstelle dauerhaft oberidisch verbleibt.


