nach einem Beschluß der Mitgliederversammlung des Jahres 1993 erfolgt die Abrechnung des Wasserverbrauches mittels Wasseruhren. Die Wasseruhren sind Eigentum des jeweiligen Pächters. Er hat dafür Sorge zu tragen, dass seine Wasseruhr voll funktionsfähig ist und der Zählerstand problemlos abgelesen werden kann. Neue Wasseruhren können über den Vorstand beschaft werden.
Die Wasseruhr ist direkt an die zur jeweiligen Parzelle gehörenden Steigleitung angebracht. Zwischen Steigleitung und Wasseruhr befindet sich lediglich ein Wasserhahn mit Rückflußverhinderer.
Die Wasseruhr wird vom Verein verplombt. Hierfür werden nach einem Beschluß der Mitgliederversammlung des Jahres 2002 dem jeweiligen Pächter 0,55 € mit der Jahresrechnung in Rechnung gestellt.
In der Zeit von Oktober bis April wird die Wasserversorgung abgestellt. Die genauen Termine werden im Aushang bekanntgegeben.
In der Winterzeit sollte die Wasseruhr abgebaut und an frostfreier Stelle aufbewahrt werden. In jedem fall ist aber nach dem Abstellen des Wassers der Wasserhahn zu ÖFFNEN. Auf die Gartenordnung wird verwiesen.
Die Einzelheiten zu den Entwässerungsgräben sind in der Gartenordnung geregelt. Zum besseren Verständnis wird die Gartenordnung hier erläutert:
Die Gräben zwischen den einzelnen Parzellen dienen nicht nur der Entwässerung der einzelnen Parzellen sondern sie dienen auch dem Transport des Wassers in die Hauptentwässerungsgräben. Das Freihalten der Entwässerungsgräben von Sand/Erde und zu dichter Bepflanzung sorgt also dafür, dass das Wasser auch in die Hauptentwässerungsgräben abfliessen kann.
Für die zwischen den einzelnen Parzellen liegenden Gräben sind die direkt angrenzenden Pächter verantwortlich. Die Verantwortung für die Hauptentwässerungsgräben liegt beim Bezirksamt Harburg. ABER: Die Intensität der Regenfälle hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert. Ein Landregen, bei dem der Boden das Wasser in Ruhe aufnehmen kann, ist heute seltener geworden. Die heutigen Regenfronten haben teilweise ein tropisches Ausmass angenommen. Dies führt dazu, dass unsere Entwässerungsgräben unterschiedlich lange und sehr ergiebige Regengüsse aufnehmen müssen. Ein ein oder zweimal im Jahr gepflegter Hauptentwässerungsgraben ist aber nicht in der Lage die Wassermassen aus den Kleingräben aufzunehmen. Es kommt zum Rückstau, der erst allmählich durch Versickerung behoben wird. In der Zwischenzeit sind aber unsere Lauben und Pflanzen vom Wasser bedroht. Wir müssen den Wasserstand der Zwischengräben also möglichst niedrig halten, damit wir nicht absaufen.
Deshalb sind aufgrund Vereinsbeschlusses die an die Hauptentwässerungsgräben angrenzenden Parzellen ebenso mit in der Pflicht.
Gleichwohl ist es unser aller gemeinsames Interesse, und so ist es nicht nur aus Eigeninteresse hilfreich bei den Reinigungsarbeiten mit anzupacken.
trinkbares Wasser wird weltweit immer knapper. Wer sich mit der Materie auseinandersetzt wird sehr schnell feststellen, dass nach der Energieversorgung die Wasserversorgung für extremes Konfliktpotential sorgt. Ursächlich hierfür ist unter anderem die zunehmende Flächenversiegelung die eine natürliche Grundwasserbildung verhindert. So müssen die Abwässer der Haushalte aufwändig aufbereitet werden, um überhaupt Trinkwasser zu erhalten. Es liegt also an uns mit diesem selbstverständlichen, aber auch kostbarem Gut bewusst umzugehen.
Interessierte werden z.B. beim Umweltbundesamt fündig: http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/2973.pdf
Regenwasser ist weicher und wärmer als Leitungswasser. Diese Eigenschaften kommen den Pflanzen zugute. Beim Gießen mit kaltem Wasser werden Boden und Pflanze schlagartig abgekühlt - es kann insbesondere an heißen Tagen zu einem Kälteschock kommen der das Wachstum hemmt. Wasser aus der Regentonne ist wärmer als Leitungswasser und daher besser für die Pflanzenversorgung geeignet.
und wenn das Regenwasser ausgeht?
Dann bleibt einem nichts anderes übrig als auf das Leitungswasser zurückzugreifen. Das Wasser sollte aber nicht direkt genutzt werden, sondern erst in einer Regentonne aufgewärmt werden. Hierzu lässt man das Leitungswasser ein bis zwei Tage im Behälter abstehen.
Regentonnen gibt es in vielfältiger Form. Aufgrund des niedrigen Transportgewichtes haben sich bei uns Plastikbehälter durchgesetzt. Gängig sind Größen von 200 bzw. 500 Litern Fassungsvermögen.
Der Standort richtet sich im Wesentlichen nach der Fläche von der man das Wasser auffangen möchte, in der Regel also von Laubendächern oder Gewächshäusern.
Sinnvoll wäre es den Behälter an einem schattigen Platz aufzustellen, damit sich das Wasser zwar erwärmt, aber nicht erhitzt.
Bei der Größe unterschätzen sie bitte die Laubendächer nicht: Nur eine Hälfte misst ungefähr 15qm. Das heißt, dass bei einem Regen mit 10 Ltr/qm (10mm Niederschlag), der 500-Liter-Behälter nach ca. 3 Stunden voll ist.
Der Behälter sollte einen Deckel haben, damit zum einen das Wasser nicht verdunstet und zum anderen die Mückenbrut eingedämmt werden kann
Ferner ist es ratsam, die Regentonne unten mit einem Wasserhahn zu versehen. Damit können sie Gießkannen unterstellen und die Tonne gänzlich entleeren.
Weiterhin braucht die Tonne einen Überlauf, damit das überschüssige Regenwasser nicht unkontrolliert abläuft. Gerade wir haben die Möglichkeit hierzu unsere Entwässerungsgräben heranzuziehen.


